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Stammtisch Freie Szene

Stammtisch Freie Szene

STAMMTISCH FREIE SZENE – organisiert von t.Basel mit dem Tanzbüro Basel, in Zusammenarbeit mit den freien Produktionshäusern der Region.

In regelmässigen Abständen treffen sich Vertreter*innen der freien Tanz- und Theaterszene Basel zum gemeinsamen Austausch. Es geht um den Dialog über kulturpolitische Aktualitäten, strukturelle Bedingungen und darum, wie sich die Künstler*innen dazu verhalten und untereinander solidarisieren können.

In der letzten Spielzeit initiierte der Stammtisch Freie Szene einen lebhaften Dialog über strukturelle Fragen in Bezug auf die lokale Förderlandschaft. Entstanden daraus ist das theaterpolitische Plädoyer „Sein oder Nichtsein! - Keine Frage?“, welches im August 2019 feierlich an die kantonalen Kulturbehörden BS und BL übergeben wurde.
In dieser Spielzeit will sich der Stammtisch vermehrt produktions-internen Prozessen zuwenden: wie funktionieren die Teams, die wir für künstlerische Vorhaben zusammenstellen? Wie setzen sie sich zusammen punkto Gender, Race und Sexuality? Was für Privilegien bringen wir in Arbeitsprozesse mit, sei es durch unsere Herkunft oder die Funktion die wir innerhalb des Produktionsprozesses einnehmen?
Mit diesem Themenkomplex möchte t.Basel / Regionalgruppe Theaterschaffende Schweiz auf immer wieder geäusserte Anliegen eingehen: durch Workshops, Diskussionen und Beiträge von eingeladenen Gästen.


family*business // STAMMTISCH FREIE SZENE #7
18. Februar an der Kaserne Basel

Gäste: Anica Happich (Schauspielerin Basel/Berlin & Mitglied Ensemble-Netzwerk), Beatrice Fleischlin (Performerin Basel)

Der erste STAMMTISCH FREIE SZENE im Jahr 2020 widmet sich dem Themenfeld Familie* und Arbeit.
Die Professionalisierung in den Freien Darstellenden Künsten hat in den letzten Jahren zunehmen dafür gesorgt, dass mehr Künstler*innen von ihrer Arbeit leben können, ohne zusätzliche kunstfremde Arbeitsverhältnisse aufbauen zu müssen, um für ihr Auskommen zu sorgen. Dennoch bleiben die wirtschaftlichen Verhältnisse für freie Künstler*innen prekär: Es gibt meist kein regelmässiges Einkommen, das Einkommen ist generell im Durchschnittsvergleich niedrig und die soziale Absicherung unzureichend. Kurzzeitige Arbeitsverhältnisse und häufige Wechsel der Arbeitsorte kommen erschwerend hinzu, ebenso wechselnde Arbeitszeiten an den Abenden und Wochenenden, welche mit Carework-Aufgaben oftmals nur schwer zu vereinbaren sind.
Wir fragen, wie zugänglich die Darstellenden Künste für Menschen mit Kindern und mit Carework-Aufgaben sind und welche Möglichkeiten es auf struktureller und institutioneller Ebene gibt, Carework/Familie* und Arbeit miteinander zu vereinbaren.

Gemeinsam mit unseren Gästen Anica Happich und Beatrice Fleischlin möchten wir darüber diskutieren, wie sich der Spagat zwischen Beruf und Familie* für Freischaffende Künstler*innen gestaltet, welche Hürden es zu bewältigen gilt und welche Massnahmen zu einer Verbesserung beitragen könnten. Zudem wollen wir Impulse für mehr Sichtbarkeit und Selbstverständlichkeit sammeln: wie können Kinder ein Selbstverständnis in unserer Arbeitsrealität werden, wie können Familien*themen auf der Bühne verhandelt werden, wie können Theaterinstitutionen ihr Programm zugänglich für Menschen mit Familie* machen?

Nächste Termine:

15. Juni / STAMMTISCH FREIE SZENE #8, ROXY Birsfelden